Ein Platz voller Geschichte(n)

– oder vom vergessenden Erinnern, Teil 2, 1900-1945

Brigitte Entner

Deutschnationale Stimmungsmache
Im April 1908 hatte das bisher in Komorn/Komárom/Komàrno (heute eine geteilte slowakisch-ungarische Grenzstadt) beheimatete 19. Feldjägerbataillon das 2. Bataillon des Infanterie-Regiments Nr. 7 (die „Siebener“ bzw. auch die „Khevenhüller“) abgelöst. Die Reaktionen, die dieser Wechsel in Teilen der Klagenfurter bzw. Kärntner Öffentlichkeit nach sich zog, vermitteln uns eine Ahnung von den beträchtlichen nationalen Spannungen, die die späte Habsburgermonarchie, besonders aber Kärnten bewegten. Die deutschnational ausgerichtete Tageszeitung „Freie Stimmen“ versuchte Anfang 1910 wiederholt öffentlich Stimmung gegen das ungarische Jägerbataillon zu machen. Als Anlass diente die Regimentsmusik. Das Singen der ungarischen und slowakischen Lieder sei derart herzerweichend, dass sogar die Hunde auf der Gasse zu heulen anfingen und geistige Arbeit für die Anrainer schier unmöglich sei, hieß es beispielsweise. In skandalisierender Empörung stellte die Zeitung dieser (ungarischen) „Rücksichtslosigkeit“ die „Ruhe und Ordnung“ des deutschen Infanterieregiments gegenüber.(6) Wie sehr hier vermeintliche Anrainerbeschwerden von den „Freien Stimmen“ für nationalistische Hetze instrumentalisiert wurden, zeigt ein Vergleich mit dem ebenfalls in Klagenfurt erschienen katholisch-konservativen „Tagblatt“, in dem wir nichts über die „Rücksichtslosigkeit“ der Ungarn lesen.
Es ist dies nicht das einzige Beispiel (deutsch-)nationalistischer Agitation, welches wir in den „Freien Stimmen“ rund um die Soldaten in Klagenfurt und die Jesuitenkaserne im Speziellen finden. Unmittelbar vor Kriegsausbruch sind es vor allem die Slowenischsprachigen, die Krainer, wie sie damals genannt wurden, auf die besonders fokussiert wurde und deren Verlegung aus dem „deutschen Klagenfurt“ eindringlich gefordert wurde.(7) Wirtshausschlägereien unter Soldaten unterschiedlicher Einheiten interpretierte das Blatt als unverzeihliche nationale Provokation. Besonders echauffierte sie sich aber darüber, dass die Frau des Kantineurs der Jesuitenkaserne Streichhölzer mit slowenischer Aufschrift ausgegeben hatte.(8)

Soldaten im Kasernenhof, ca. 1915.
 Quelle: KLA, Bildarchiv
Jesuitenkaserne, Ecke Karfreitstrasse – Paulitschgasse. Verlag Schilcher, 1941.
 Quelle: KLA, Sammlung Hudelist

Garnisonsarrest und Exekutionen
Ausfällig gewordene Soldaten wurden, und damit kommen wir wieder zum Gebäude, in den Garnisonsarrest in die Jesuitenkaserne eingeliefert. Doch nicht nur betrunkene oder randalierende Soldaten wurden hier festgehalten. Für gefasste Deserteure begann im Arrest der Jesuitenkaserne ein häufig tödlich endender Leidensweg. Bereits im August 1914, also unmittelbar nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs, wurden erste Deserteure bzw. Stellungspflichtige, die der Einberufung nicht gefolgt waren, arretiert. Das „Kärntner Tagblatt“ berichtete beispielsweise am 23. August von ca. 50 Männern, großteils Arbeiter aus Dalmatien, die über Maribor/Marburg nach Klagenfurt gebracht worden waren, um vom hiesigen Garnisonsgericht abgeurteilt zu werden.(9) Während des Kriegs erfolgten im Arresthof der Jesuitenkaserne, also inmitten der Stadt, auch Exekutionen von Deserteuren.(10)
Auch während des Zweiten Weltkrieges wurden im Arrest der Jesuitenkaserne vor allem Kriegsdienstverweigerer, Deserteure und Wehrmachtsangehörige, die aktiv den Widerstand gegen das faschistische Regime unterstützt hatten, festgehalten. Einer dieser Männer war Angehöriger der Heeres-Sanitätsstaffel in Klagenfurt. Er hatte bis zu seiner Verhaftung im Herbst 1944 die bewaffnete Widerstandsbewegung in den Karawanken mit Sanitätsmaterial, Medikamenten aber auch Informationen versorgt. (11)
In den Räumlichkeiten der Jesuitenkaserne befand sich das Divisionsgericht wo, wie ein ehemaliger Beschließer der Jesuitenkaserne nach dem Krieg als Zeuge berichtete, „der Häftlingsverkehr sehr stark frequentierte“.(12) Das Wehrmachtsgefängnis war wie eine Drehscheibe zu verstehen. Zum Teil wurden die hier Festgehaltenen noch in Klagenfurt vor Gericht gestellt und abgeurteilt und danach in ein Straflager überstellt, wie die Osttiroler Brüder Alois und David Holzer. Die beiden Gebirgsjäger waren im Sommer 1943 anlässlich ihres Heimaturlaubs desertiert. Im Jänner 1944 wurde ihr Versteck im heimatlichen Schlaiten aufgedeckt. Bereits im März 1944 wurden sie vom Militärgericht der Division Nr. 438 in Klagenfurt abgeurteilt und in das Militärstraflager Börgermoor überstellt.(13) Andere Häftlinge wurden von Klagenfurt aus an andere Militärgerichte überstellt, wie Alfred Wriessenegger, seit 1930 Berufssoldat und Stabsfeldwebel, und der Feldwebel Wolfgang Wieser. Die beiden wurden im Oktober 1944 vom Divisionsgericht 418 in Salzburg zum Tode verurteilt und die Todesurteile am 26. Feber 1945 in Halle an der Saale vollstreckt.(14) Auch der bereits genannte Angehörige der Sanitätsstaffel war von Klagenfurt nach Torgau überstellt und dort am 23. April 1945 vom Reichskriegsgericht zu einer dreijährigen Zuchthausstrafe verurteilt worden.(15)

Übel beleumundeter Beitrag zur Befreiung
Die Außenminister der alliierten Staaten hatten im Herbst 1943 in ihrer Moskauer Deklaration hinsichtlich einer Wiedererrichtung des Staates Österreich unter anderem festgehalten, dass sie explizit widerständiges Verhalten von der Bevölkerung erwarten:


„Österreich wird jedoch darauf aufmerksam gemacht, dass es für die Beteiligung am Kriege aufseiten Hitlerdeutschlands die Verantwortung trägt, der es nicht entgehen kann, und dass bei der endgültigen Regelung unvermeidlich sein eigener Beitrag zu seiner Befreiung berücksichtigt werden wird.“(16)


Doch wie ist das junge Österreich mit jenen umgegangen, die nicht bereit waren, die in der Deklaration kritisierte Beteiligung am Kriege auf Seiten des NS-Regimes mitzutragen? Wie mit jenen, die sie aktiv verweigert hatten, wie mit jenen, die sogar aktiv den Widerstand unterstützt hatten? Am 3. Juli 1945 beschloss der österreichische Nationalrat das „Aufhebungs- und Einstellungsgesetz“. Demnach sollten alle Urteile, die nach den NS-Bestimmungen zu Hoch- und Landesverrat oder der Kriegssonderstrafrechtsverordnung ergangen waren, aufgehoben bzw. eingestellt werden. Eine systematische Umsetzung erfolgte jedoch nicht. In weiten Teilen der österreichischen Öffentlichkeit waren ehemalige Deserteure und Kriegsdienstverweigerer lange übel beleumundet.(17) Auch in der 1947 beschlossenen Opferfürsorgegesetzgebung wurden sie nicht berücksichtigt. In den späten 1980er Jahren, vor allem nach der sogenannten Waldheim-Debatte 1986 und der Rede von Franz Vranitzky im Nationalrat 1991, entstanden vereinzelt Initiativen, die sich um eine gesellschaftliche Anerkennung und später auch rechtliche Rehabilitierung ehemaliger Deserteure und Kriegsdienstverweigerer bemühten. Doch erst im Oktober 2009 konnte das Aufhebungs- und Rehabilitationsgesetz vom Nationalrat beschlossen werden. Mit diesem Gesetz wurden alle Unrechtsurteile gegen Verfolgte der Wehrmachtsgerichte endgültig aufgehoben und die Betroffenen offiziell als NS-Opfer anerkannt.(18) Für die Betroffenen und ihre Angehörigen erfolgte dieser Akt viel zu spät.

Aufmarsch am Villacher Ring, Mai 1941.
 Quelle: KLA, Sammlung Hudelist

Slowenisch-sprachige Geiseln
In der Jesuitenkaserne wurden jedoch nicht nur Militärangehörige festgehalten. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wurde eine besondere Gruppe von Zivilisten in der Jesuitenkaserne interniert. Sehr rasch gerieten diese Menschen, wie auch die mit ihrer Internierung in Zusammenhang stehenden Ereignisse, in Vergessenheit – auch im Umfeld der Betroffenen. Während der Grenzkämpfe im Frühjahr 1919 und der damit verbundenen aufgeheizten Stimmung waren nach einem Erlass der Kärntner Landesregierung vom 29. April 1919 binnen weniger Tage über 300 Personen verhaftet worden.(19) Es waren dies slowenisch-sprechende Männer und Frauen aus den politischen Bezirken Hermagor/Šmohor, Villach/Beljak (Stadt und Land) sowie Klagenfurt/Celovec (Stadt und Land). Sie wurden ohne entsprechende Vorerhebungen, allein auf Basis von Gerüchten, persönlichen Animositäten und Denunziationen von Gendarmen wie Angehörigen der militärischen Einheiten unter dem Vorwand, sie seien „südslavische Agitatoren“, festgenommen. Ein bestätigender Nachweis konnte von den Gendarmen nicht erbracht werden. Das Ausmaß der erfolgten Verhaftungen überraschte. Nach internen Protesten wurden auch internationale Folgen befürchtet. In Paris verhandelten die Alliierten zu jener Zeit die Nachkriegsordnung. Diskutiert wurde unter anderem auch, ob Kärntens offene Grenzfrage durch ein Plebiszit gelöst werden sollte. Um diese Chance nicht zu verspielen, ließ die Landesregierung die unkontrollierten Verhaftungen stoppen. Zudem setzte sie eine eigene Untersuchungskommission unter der Leitung der Hofräte Hugo Henriquez und Felix Possaner ein, die die Aufgabe hatte, jeden einzelnen Verhaftungsfall zu überprüfen. Mindestens 55 Personen, darunter auch Frauen, wurden in der Jesuitenkaserne festgehalten. Felix Possanner kam nach seinen Befragungen zu dem Schluss, dass in drei Fällen gewisse zu untersuchende Verdachtsmomente bestünden, ein jugoslawischer Staatsbürger auszuweisen, alle anderen unverzüglich freizulassen seien. Auch die zugezogene Staatsanwaltschaft war von deren „Harmlosigkeit und Schuldlosigkeit“ überzeugt. Vertreter des Landesbefehlshabers (20) verhinderten deren Freilassung jedoch ohne Angabe weiterer Gründe.(21) Zu einem ähnlichen Schluss wie Possanner kam Hugo Henriquez, der die im Raum von Spittal an der Drau festgehaltenen Geiseln befragt und deren Fälle untersucht hatte. Mitte Mai wurde schließlich der überwiegende Teil der Männer und Frauen, mit sechs Kleinkinder, freigelassen. Die Entlassungen erfolgten nicht im Sinne des Landesbefehlshabers. Es waren außenpolitische wie ökonomische Überlegungen die den Ausschlag gegeben hatten. Zum einen ging es um nicht weniger als um die Zuerkennung des Selbstbestimmungsrechtes in Form eines Plebiszites über die künftige südliche Staatsgrenze. Zum anderen gaben die Kritiker einer ausufernden Geiselnahme neben den Kosten für die Internierungsmaßnahme selbst auch eventuell gerechtfertigte Entschädigungsforderungen zu bedenken. Im September 1919 wurden schließlich, nach Austauschverhandlungen mit dem SHS Staat, die letzten Geiseln freigelassen.

Liste der im Mai 1919 in der Jesuitenkaserne festgehaltenen zivilen Kärntner Slowen*innen. 
Quelle: KLA

Zwangsweise Aussiedlung
Das Wissen um diese Ereignisse und das Schicksal der über 300 Männer und Frauen wurde nicht nur von der hegemonialen Erinnerungskultur im Land verdrängt. Die existenziellen Verfolgungserfahrungen während der NS-Zeit hatten die Erinnerungen an die Geiselnahmen 1919 auch unter der slowenisch-sprechenden Bevölkerung überlagert.(22) Die zwangsweise Aussiedlung von 227 Kärntner-slowenischen Familien im April 1942 bildete einen ersten dramatischen Höhepunkt der kollektiven Verfolgungserfahrungen. Innerhalb von zwei Tagen wurden 1.075 Personen, die Hälfte von ihnen waren Kinder und Jugendliche, gewaltsam von ihren Wohnstätten entfernt, entschädigungslos enteignet und in speziellen Lagern interniert. Dort wurden sie zu Zwangsarbeiten herangezogen, ihren Kindern eine qualifizierte Ausbildung untersagt und der Gebrauch der slowenischen Sprache generell verboten. Wehrfähige Männer wurden, obwohl als „Volks- und Staatsfeinde“ kriminalisiert und enteignet, zum Kriegsdienst eingezogen. 12 von ihnen fielen als Soldaten für einen Staat, der sie nicht wollte, einen Staat der sie und ihre Familie verfolgt hatte. Insgesamt hatten 53 Männer, Frauen und Kinder während der zwangsweisen Aussiedlung auf unterschiedliche Weise ihr Leben verloren. Drei Männer kamen in den Konzentrationslagern Mauthausen, Dachau und Lublin-Majdanek zu Tode, fünf weitere verstarben bei Arbeitsunfällen, alle anderen verstarben auf Grund von Krankheiten, an Altersschwäche oder nach einem Suizid.(23) 
Nach Kriegsende dauerte es bis zum Juli 1945, bis die letzten noch in den Lagern der Ausgesiedelten Verbliebenen endlich eine Möglichkeit erhielten, nach Kärnten zurückzukehren. Als am 16. und 17. Juli zwei Zugstransporte den Villacher Westbahnhof erreichten, fühlten sich die diensthabenden britischen Offiziere, die vorab nicht informiert worden waren, überrumpelt.(24) In Kärnten befanden sich unmittelbar nach Kriegsende mit den Flüchtlingen, den gestrandeten ehemaligen Kriegsgefangenen, zivilen Zwangsarbeiter*innen, den Fremdarbeiter*innen aber auch den während des Krieges nach Kärnten verschickten Familien, den zurückströmenden Militäreinheiten und den sie begleitenden Zivilisten beinahe doppelt so viele Menschen wie 1938. Teile der zentralen Infrastruktur waren zerstört. Und die britische Militärregierung, die für all diese Menschen verantwortlich war, wollte keine „weiteren“ Menschen in Kärnten haben, die sie versorgen musste.

Neuerliche Internierung
Nachdem Gerüchte laut wurden, dass die heimkehrenden ehemals Ausgesiedelten zurück in die amerikanische Zone geschickt werden sollten, hatten sie die Zugwaggons verlassen und blieben mit ihren Kindern bis zum nächsten Tag am Bahnsteig, um einen Rücktransport zu verhindern. Der diensthabende britische Offizier hatte daraufhin eine Polizeieinheit beauftragt, die Streikenden unter Waffengewalt zur Aufgabe zu zwingen. Am 18. Juli traf noch ein weiterer Transport in Villach ein. Nach Verhandlungen mit der britischen Militärregierung in Klagenfurt erhielten die Heimkehrenden die Zusage, dass sie bleiben und zunächst nach Klagenfurt gebracht würden. Doch dort erwartete sie kein ehrender Empfang, wie ihn beispielsweise wenig zuvor die ehemals im KZ Dachau internierten Heimkehrer erhalten hatten. Noch am Bahnhof wurden sie von britischen Militärs übernommen, zur bombengeschädigten Jesuitenkaserne gebracht und dort für eine Woche festgehalten. Niemand durfte die Kaserne verlassen. Die ihnen zugewiesenen Räumlichkeiten waren äußerst desolat. So gab es für die ca. 400 Männer, Frauen, Kinder und Jugendlichen nur zwei funktionierende Toiletten und keinerlei Waschgelegenheit. Die meisten mussten am bloßen Fußboden schlafen.(25) Für die zwangsweise Ausgesiedelten war es eine sehr problematische Erfahrung, nicht erwünscht zu sein und neuerlich interniert zu werden. Nach ihrer endgültigen Entlassung am 25. Juli 1945 mussten viele Familien erleben, dass ihr Zuhause entweder von anderen bewohnt wurde, die nicht ausziehen wollten, oder aber, dass ihr Heim völlig ausgeraubt und nicht mehr bewohnbar war.(26)

Sitzstreik am Villacher Westbahnhof, 16. Juli 1945.
 Quelle: ASZI
6 Freie Stimmen, 8.1.1910, 7 (Von der Jesuitenkaserne) sowie dies., 30.4.1910, 7 (Einer groben Belästigung).
7 Freie Stimmen, 4.3.1913, 3 (Schon wieder eine blutige Soldatenrauferei).
8 Freie Stimmen, 13.4.1914, 6 (Müssen sich das deutsche Kärntner Soldaten gefallen lassen?).
9 Kärntner Tagblatt, 23.8.1914, 8 (Ein Aufsehen erregender Gefangenentransport).
10 Freie Stimmen, 2.9.1915, 4 (Standrechtlich erschossen).
11 Siehe z.B. Kärntner Landesarchiv (KLA), Amt der Kärntner Landesregierung (AKL), Abt. 14 OF, 339/Zl. 389.
12 KLA, AKL, Abt. 14 OF, 536/Zl. 271.
13 Peter Pirker, „… wir gehen gemeinsam in den Untergrund“. Die Osttiroler Deserteure Alois Holzer, David Holzer und Franz Stolzlechner, in: Thomas Geldmacher u.a. (Hg.), „Da machen wir nicht mehr mit…“ Österreichische Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht. Wien 2010, 126–137.
14 Brigitte Entner, Wer war Klara aus Šentlipš/St. Philippen? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Klagenfurt-Wien/Celovec-Dunaj 2014, 471.
15 KLA, AKL, Abt. 14 OF, 339/Zl. 389.
16 https://www.hdgoe.at/moskauer-deklaration, die Deklaration im englischen Wortlaut https://www.ibiblio.org/pha/policy/1943/431000a.html (Zugriff am 10.4.2021).
17 Im Gedenkjahr 2005 hielt der designierte Bundesratspräsident Siegfried Kampl (FPÖ/BZÖ) in einer Rede im Bundesrat fest, dass Deserteure „zum Teil Kameradenmörder“ seien.
https://www.derstandard.at/story/2019346/kampl-entschuldigt-sich-bleibt-aber-inhaltlich-bei-seinen-aussagen. Heinz Christian Strache, damals Chef der FPÖ, sprach 2009 davon, dass ca. 15-20 % der Deserteure Kameraden und Soldaten erschossen oder ermordet hätten. https://deserteursdenkmal.at/wordpress/nachkrieg/chronik_rehabilitierung/ (Zugriff am 10.4.2021)
18 https://deserteursdenkmal.at/wordpress/nachkrieg/chronik_rehabilitierung/ (Zugriff am 10.4.2021).
19 KLA, Präsidium, 430/2616. Die Autorin arbeitet zu dem Thema, ihr Beitrag „Nationale Hetzer und Agitatoren!“ – Anmerkungen zur Internierung von Kärntner Slowenen und Sloweninnen im Frühjahr 1919 erscheint in: Danijel Grafenauer (ur./Hg.), Koroški plebiscit – 100 let pozneje. Ljubljana 2021.
20 Der Landesbefehlshaber leitete die militärischen Aktionen der Volkswehr.
21 KLA, Präsidium, 430/2616, Protokoll über die Durchführung des Erlasses des Landesverweser vom 13.5.1919, 15.5.1919, Zl. 3131.
22 Siehe dazu Entner, Klara.
23 Entner, Klara, 48.
24 Siehe dazu Brigitte Entner, Ein Neubeginn oder ein Spiel mit der Zeit – Die ehemals Ausgesiedelten im ersten Nachkriegsjahr, in: Carinthia I, 202 (2012), 471–482, 477–478.
25 Poročilo dr. Joška Tischlerja o povratku pregnancev, in: Avguštin Malle und Valentin
Sima (ur./Hg.), Narodu in državi sovražni. Pregon koroških Slovencev 1942 / Volks- und staatsfeindlich. Die Vertreibung von Kärntner Slowenen 1942. Klagenfurt/Celovec 1992, 476–479.
26 Brigitte Entner, Deportation, in: Die Vertreibung der Kärntner Slowenen / Pregon koroških Slovencev 1942. Red. Brigitte Entner und Avguštin Malle. Klagenfurt/Celovec 2012, 181–204, 193–198.

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